Keine Sorge, dies wird nicht der gefühlt hundertste Artikel dazu, wie du garantiert im ersten Jahr deiner geplanten Selbständigkeit eine Millionen an Umsatz machst und nur 1 Stunde pro Woche dafür arbeiten musst. Der Anfang und die ersten Schritte sind hart und oft überwältigend. Dies war mir – Gott sei Dank – durch viele Gespräche im Vorfeld schon bewusst, deswegen habe ich mir sehr gründlich eine Grundausstattung für Unternehmensgründer zusammengestellt, die mir das Leben deutlich erleichtert hat. Direkt vorab: dieser Artikel ist nicht gesponsert 😉 Auf gehts:

Grundausstattung Unternehmensgründer: Das Konto – Kontist

Jeder Selbständige braucht ein Geschäftskonto – das ist wohl offensichtlich. Meine Hausbank bot mir für meine Branche keins an, da man sich dort auf ein paar Nischen konzentriert. Ich bin recht schnell durch eine simple Google Suche auf Kontist gestossen und war fasziniert, ein Geschäftkonto im Stile von N26. Eine App als Zentrum aller Dinge, das schrie ja förmlich nach mir.

Kontist ist ein FinTech Unternehmen mit der Solaris Bank im Rücken – also sind Einlagen gesichert. Was macht Kontist besonders? Innerhalb der App findet eine automatische Unterkontierung nach Einkommensteuer-Rücklagen, Umsatzsteuer und schließlich deinem tatsächlichen Einkommen statt. Super praktisch, da man nicht in die Falle tappen kann mal kurz zu vergessen, dass einem bei weitem nicht alles gehört was man da in Rechnung stellt.

Das Konto ist innerhalb von ein paar Minuten (!) per App und Videoident eröffnet, es gibt eine kostenlose MasterCard (mit virtueller Karte für den Online Verkehr) und für die Zukunft sind viele Dinge geplant, wie Webinterface (dringend notwendig) und mehr Integrationen. Zur Zeit arbeitet Kontist nämlich (noch) nur mit einem Buchhaltungsportal:

Grundausstattung Unternehmensgründer: Buchhaltung – Debitoor

Eigentlich hatte ich keine andere Wahl. Ich wollte ja das alles schön vernetzt ist. Debitoor war zum Zeitpunkt meiner Gründung die einzige Möglichkeit, Kontist mit einem Buchhaltungsportal zu verknüpfen. Ich habe Debitoor aber sehr schnell lieben gelernt. Das Interface ist übersichtlich und elegant. Es gibt einen komfortablen Steuerberaterzugang. Die automatische Belegerkennung ist sehr zuverlässig und die Integration mit Kontist wirklich gut. Ein paar Wünsche gibt es trotzdem: mehr Flexibilität beim Rechnungsdesign, Import per eMail Weiterleitung und eine etwas aufgebohrte App (mit besserem Scan Modus!) wären schön.

Den Steuerberater kann so ein Portal meines Erachtens im übrigen nicht ersetzen, aber es macht die Buchhaltung deutlich transparenter.

Grundausstattung Unternehmensgründer: Projektabwicklung – MeisterTask

Jeder Unternehmer wickelt Projekte ab, egal in welcher Branche. Auch frische Selbständige haben hier oft andere mit im Boot und müssen das koordinieren. Mein Tool der Wahl ist hier MeisterTask – ein Kanban System mit einem tollen Funktionsumfang (z.B. integrierter Zeiterfassung), guten Ausbaustufen (von kostenlos bis Enterprise) und einem großen Schwerpunkt auf Kollaboration. Man kann damit wirklich jeden Prozess und jedes Projekt abbilden.

Alles ohne Hardware Bindung

Eines haben alle besprochenen Tools gemeinsam: sie sind an keine Plattform gebunden. Alle bieten Apps für die Big Player (Apple, Android, Windows) an, oder verfügen über richtig gute Webinterfaces. So kann man zukünftigen Mitarbeitern ermöglichen die Plattform ihrer Wahl zu nutzen, und kann trotzdem gut im Team arbeiten. Ich kann sie alle drei wärmstens empfehlen!