In der zweiten Woche meines Selbstversuchs habe ich mich intensiver mit den Multitasking Eigenschaften von Android auseinandergesetzt, im speziellen auch mit dem auf dem Google Pixel 2 möglichen Splitview, also mehreren Apps auf einem Bildschirm. Dies hat mich vor allem deshalb so interessiert, da es diese auf einem iPhone schlicht nicht gibt. Im Video zeige ich euch wie Splitview funktioniert, ob es sinnvoll zu nutzen ist und ob Apple vielleicht einen Grund hat, diese Funktion nicht einzubauen.

Hier die Transkription des Videos:

Hallo. Ich bin Björn Bobach. Herzlich Willkommen zum zweiten Teil von Android versus iPhone. Wie im letzten Video schon erklärt, habe ich einen kleinen Selbstversuch unternommen. Und als wackerer iPhone-Nutzer der ersten Stunde beschäftige ich mich in vier Wochen mit einem Google Pixel 2 XL und schaue mir einfach mal an, wo da die wirklichen Vorteile liegen. Es gibt ja Gerüchte darüber, dass es produktiver wäre, dass es flexibler wäre. Und deswegen habe ich mich jetzt in der zweiten Woche, nachdem ich in der letzten Woche vor allem auf die Unterschiede ein bisschen eingegangen bin, so diese ersten Eindrücke, die ich hatte-, in dieser Woche also konzentriere ich mich auf das Multitasking. Multitasking kann ein iPhone auch. Es ist ein bisschen anders optisch dargestellt. Etwas Besonderes, was Android-Telefone können, ist das Split-View. Das heißt, ich kann zwei verschiedene Apps gleichzeitig auf dem Bildschirm anzeigen. Inwieweit das Sinn macht und was da meine Beobachtungen sind, zeige ich euch jetzt in einem kurzen Überblick.

Ja, und da bin ich auf dem Google Pixel 2 und jetzt möchte ich erst mal ganz grundsätzlich erklären, wie Multitasking generell funktioniert. Das ist ein bisschen anders, als bei einem iOS-Gerät. Das habe ich relativ schnell geschnallt. Es ist auch relativ einfach, weil, hier unten ist dieses kleine quadratische Symbol. Und man kommt in den Multitasker, also an den Programmumschalter, indem man da einfach drauftippt. Dann hat man so eine Kartenansicht, da kann man zwischen den verschiedenen Ansichten hin- und herwechseln. Mit dem kleinen (?runden) kommt ja immer wieder zurück. Aber hier komme ich als in die Multitasking-Ansicht. Split-View ist genauso einfach eigentlich zu erreichen. Und zwar muss man dazu nur lange auf dieses Quadrat tippen. Das heißt, wenn ich hier lange gedrückt halte, sollte das kommen, sobald eine App geöffnet ist. Wir probieren das einfach mal aus. Das heißt, ich gehe in Chrome, also in den Browser auf einem Android-Telefon, dem Standard-Browser, und tippe hier mal lange. Und da sieht man, aha, hier unten öffnet sich ein zusätzliches Feld. Hier sehe ich jetzt die letzten geöffneten Applikationen, die Split-View auch unterstützen. Das sind aber fast alle. Hier kann ich jetzt durch die verschiedenen Apps wechseln und mir direkt eine aussuchen. Nehmen wir mal an – ich schließe mal alle – ich hätte keine andere App gerade offen gehabt. Dann kann ich einfach hier drauf tippen, das Fenster verkleinert sich nach oben und ich kann jetzt hier eine andere App auswählen. Nehmen wir mal jetzt für das Beispiel auch gerne Evernote. Da öffnet sich Evernote im unteren Bereich. So weit, so gut. Wie funktioniert das Ganze jetzt? Lass uns das mal ausprobieren. Das heißt, ich bin jetzt hier also oben in Chrome, unten in Evernote, und ich möchte eine neue Notiz anlegen und ich möchte gerne den Text hier beziehungsweise den Inhalt aus diesem Artikel, hier unten in dieser Notiz drin haben. Ich mache jetzt eine Textnotiz. Springt immer ein bisschen nach oben. Vom Interface ein bisschen unruhig, aber so weit, so gut. Jetzt wähle ich das einmal aus. Das ist immer so eine Sache. Bei Android schaffe ich das noch nicht so ganz auf den ersten Versuch. Alles auswählen. Jetzt würde ich einfach intuitiv sagen, drauftippen und ziehen, das funktioniert auch schon mal, und hier unten reinwerfen. Das funktioniert schon mal nicht. Nochmal versuchen. Das ist nicht der richtige Weg. Also das scheint nicht zu gehen. Drag and Drop im Split-View von einem Chrome-Browser in Evernote geht nicht. Das finde ich ein einbisschen seltsam. Versuchen wir mal eine andere App. Ob das vielleicht nur an dieser App liegt. Wechseln wir einmal. Ich möchte jetzt aber in dem Fall To do ist nehmen. Sagen wir mal, ich möchte eine Task erstellen. Neue Task. Und ich möchte jetzt irgendeinen Titel. Nehmen wir einfach Test. Und ich möchte gleich einen Kommentar hinzufügen. Nein, machen wir ganz anders. Ich möchte, okay, ich möchte eine neue Task erstellen. Und ich möchte-, das geht nicht. Also man sieht schon, das ist irgendwie nicht ganz so flexibel. Also ich versuche nochmal mit Test. So. Jetzt gehen wir mal in diese-, in diese Task rein. Ich gehe auf den Kommentar. Vielleicht kann ich es hier machen. Sehr gut. Jetzt bin ich hier schon mal drin. So. Jetzt kopieren wir den Test jetzt da rein. Das hat funktioniert. Also, man sieht schon, das Ganze ist ein bisschen hakeliger, als man sich das wünschen würde. Und ich finde das Ganze auch relativ klein. Auf jeden Fall kann ich aber Drag and Drop machen, von dem einen Fenster, in Anführungsstrichen, in das andere. Ich finde es halt etwas schade. Ich würde es eigentlich lieber so haben, dass ich hier alles auswähle und das dann jetzt hier drauf werfe. Moment. So. Aber dann wirft er mir das immer zurück. Also, so was wie einen intelligenten Hand-Off scheint es da nicht zu geben. Das finde ich ein bisschen schade. Gut. Gucken wir uns mal an, wie das bei einer Google-eigenen App funktionieren würde. Dazu wechsle ich nochmal in diesen Task-Viewer. Da muss man auch immer zweimal gehen. Und dann wählen wir jetzt mal zum Beispiel Google Docs aus. Das haben wir hier. Und ich öffne mal ein neues Dokument. So. Gucken wir mal, ob es da geht. Ich möchte ohne Tastatur, ich möchte einfach kopieren. Und auch hier, mal gucken, hat er gemacht. Hat er das Foto denn auch mit übernommen? Nein, das hat er nicht. Also, man sieht, das funktioniert zwar besser. Aber ist das schneller, als in einer App auf kopieren gehen, in die andere App zu wechseln und dann-? Ich weiß es nicht. Ich bin da so ein bisschen zwiegespalten. Für mich ist das nicht der Weisheit letzter Schluss. Und für mich ist auch eigentlich nicht notwendig. Weil, so eine Arbeit mache ich eigentlich lieber auf meinem iPad oder dem Tablet oder gleich auf meinem Computer oder meinem Mac. Ich finde das Ganze ein bisschen hakelig, ein bisschen zu klein und ein bisschen zu unübersichtlich. Also, ich bin da nicht hundertprozentig davon überzeugt, dass das wirklich ein Produktivitäts-Booster ist.

Ja, wie ihr seht, so richtig überzeugt hat mich das nicht. Und das liegt vor allem an einem. Und das ist die Display-Größe. Das ist bemerkenswert, denn das Pixel 2 XL hat durchaus ein sehr großes Display, also ist ein sehr sehr großes Smartphone. Wenn es auf einem so großen Smartphone schon derart fummelig ist, dann wird man es auf einem kleineren noch weniger benutzen. Bei mir hatte das die Konsequenz, dass ich das ein, zwei Tage lang benutzt habe und jetzt nicht mehr tue. Weil, es ist einfach zu umständlich. Und zu klein und zu fummelig mit den Fingern. Eine kleine Bemerkung noch, ich glaube, Apple tut gut sehr daran, diese Funktion nicht zu implementieren. Das hat seinen guten Grund. Der Chip, der in den iPhones ist, ist mehr als leistungsfähig genug. Und deswegen ist das eine Funktion, die gut und gerne nicht auf ein iPhone muss. Wenn ich so produktiv arbeiten will, greife ich zu meinem iPad oder Tablet und brauche das nicht auf meinem Smartphone zu machen. In diesem Sinne, bis nächste Woche.