Im dritten Teil meiner Reihe iPhone vs. Android konzentriere ich mich auf Widgets (Mini Apps auf dem Android Homescreen) und das Benachrichtigungssystem von Android.

Ich freue mich über Kommentare sowohl hier als auch auf meinem jungen YouTube Kanal.

Hier die Transkription des Videos:

Hallo. Ich bin Björn Bobach und herzlich Willkommen zu Android versus iOS, meinem kleinen Selbstversuch. In den ersten beiden Teilen bin ich auf meine ersten Eindrücke und ausführlich auf Multitasking und Split-View eingegangen. Von letzterem war ich ja nicht so überzeugt. Und jetzt im dritten Teil gehe ich auf etwas ein, was mich überraschenderweise wirklich begeistert hat. Und das sind Widgets auf dem Home-Screen und die kleinen Notification Dots, also Benachrichtigungen auf den App-Icons. Warum ist das überraschend? Ich habe Widgets immer als Spielerei angesehen. So was gibt es bei iOS auch. Die leben in einem anderen Bildschirm, wenn man so will. Da muss man immer von links nach rechts wischen, vom ersten Homescreen aus gesehen. Und das nutze ich eigentlich nicht wirklich viel. Die Widgets auf dem Startbildschirm eines Android-Geräts sind dann aber dann doch, wenn man es mal nutzt, und vor allem auch produktiv nutzt, also für Apps, die man wirklich zum produktiv sein braucht, wirklich eine ganz andere Geschichte. Und die kleinen Notification Dots machen aus Benachrichtigungen wirklich sinnvolle Dinge. Ich zeige euch jetzt gleich einmal, warum ich das so sehe und was ich für Erfahrungen damit gemacht habe.

Ja, auf den ersten Blick kann man schon sehen, worum es heute geht. Es geht um die Widgets. Widgets sind auf dem Homescreen von Android-Geräten laufende Apps. Die laufen in so kleinen fensterartigen Ausschnitten. Man sieht jetzt hier zum Beispiel meine Auswahl für den ersten Homescreen. Das sind To do ist, das ist Meister Task und das ist Evernote. Spannend ist, dass man mit manchen Apps tatsächlich richtig interagieren kann. Wie zum Beispiel hier. Da kann ich jetzt richtig auf so eine Aufgabe tippen und könnte die jetzt gleich als abgehakt markieren. Das heißt, ich kann hier auch gleich meine To-Do-Liste bearbeiten. Sehr sehr sehr praktisch. Ich kann auf heute tippen, kann das umstellen, kann sagen, ich möchte heute sehen oder die nächsten sieben Tage. Kann das nach Projekten filtern. Also das, was man in To do ist sowieso machen kann, kann ich auch in diesem Widget einstellen, muss aber dafür aber im Endeffekt nicht mehr die App öffnen, wenn ich da etwas machen möchte. Bei Meister Task kann ich jetzt eine neue Aufgabe zu einem bestimmten Wort hinzufügen. Das ist ein bisschen reduzierter vom Funktionsumfang. Und hier unten bei Evernote kann ich direkt eine Notiz in ein spezielles Notizbuch, das ich konfiguriert habe, nämlich hier (?Add in Box), kann ich eine Notiz erstellen. Zum Beispiel eine schnelle Textnotiz. Tippe ich drauf, kann das eintippen. Erledigt. Könnte auch ein Foto machen, Sprachnotiz, solche Sachen. Das ist echt praktisch, wenn man dazu nicht in die App möchte und sofort eine Aktion ausführen kann. Anderes Beispiel, hier das offizielle Google-Kalender-Widget. Da habe ich jetzt direkt eine Monatsübersicht. Es gibt auch noch ein anderes Widget, wo ich dann quasi eine Tagesagenda habe, jeweils für den Tag. Finde ich auch sehr praktisch, wenn man auf einen Blick direkt eine Übersicht kriegt. Wie legt man ein Widget auf einen Homescreen? Ganz einfach, man muss hier auf den Hintergrund tippen, dann öffnet sich so eine Übersicht mit verschiedenen Home-Bildschirmen. Da kann es mehrere von geben. Ich muss jetzt nur hier unten auf Widgets tippen, da komme ich in eine Liste, wo ich von jeder App die verfügbaren Widgets sehe. Und das finde ich jetzt wieder ganz toll gemacht. Weil, im Prinzip ist mit den Apps auch das Widget gleich automatisch mit verfügbar. Das heißt, man muss das nicht nochmal separat irgendwo aktivieren oder runterladen, sondern ich kriege die dann hier direkt angeboten. Ich kann ja mal ein neues Widget anlegen. Nehmen wir mal-, was könnten wir nehmen, nehmen wir mal hier einfach das Google-Widget. Also ich möchte eine Google-Suche haben. Dann tippe ich hier drauf. Und dann wird das sofort auf einen neuen Bildschirm gelegt. Ich kann das aber auch umarrangieren. Und jetzt sieht man hier schon, hier sind diese weißen Dots gekommen an den Seiten. Ich kann das nämlich auch noch in der Breite verändern. Also ich könnte da jetzt quasi nur zwei Icons draus machen, Google und Assistent oder ich kann das breit machen, dass ich einfach ein bisschen mehr Übersicht habe. Und das natürlich auch nochmal in der Position natürlich verändern oder auf einen anderen Homescreen legen. Hier ist jetzt kein Platz drauf. Deswegen würde es da nicht gehen. Aber, könnte ich jetzt hier machen. Und wenn ich es entfernen will, tippe ich es an und werfe es oben hier auf dieses Entfernen. Ist also wirklich sehr sehr einfach von der Handhabung und eine tolle Sache. Nichtsdestotrotz finde ich, dass dieses Doppel-Gemoppel mit den Apps hier unten und den Apps hier in den Ordnern mit Widgets zusammen nicht wirklich stimmig ist. Ich würde mir wünschen, dass einer von beiden, Google oder Apple, mal auf eine Idee kommt, wie man das toll miteinander kombinieren kann, ohne dass man doppelt Apps irgendwie hat. Das fände ich eine ganz großartige Sache. Dann wäre es weniger verwirrend für alle. Der zweite Teil sind die Benachrichtigungen. Ihr seht, hier oben habe ich wieder eine Horde von Benachrichtigungen bekommen. Das habe ich ja eigentlich immer auf ein Minimum reduziert, aber weil ich euch ein paar Sachen zeigen wollte, habe ich es jetzt mal angemacht. Benachrichtigungen werden auf Android-Systemen anders behandelt. Das heißt, vor allem werden sie nach App gruppiert. Das heißt, ich sehe jetzt hier zum Beispiel, bei To do ist, hier unten, meine Benachrichtigungen, die ich von der App To do ist erhalten habe, als eine Gruppe. Das finde ich wirklich super praktisch. Bei iOS ist das ja immer ein ewig langer historischer Stream, wenn man so will. Man hat dann immer das alles genau in der Reihenfolge, in der die einzelnen Benachrichtigungen reingekommen sind. Das finde ich nicht wirklich praktisch, nicht wirklich übersichtlich. Das macht Android wirklich besser. Ich kann nämlich, zum Beispiel habe ich jetzt eine Benachrichtigung von Amazon bekommen, ich kann das jetzt auch einfach als Gruppe dann wegwischen. Ich muss nicht jede einzelne oder dann gleich alle auf einmal. Ich könnte jetzt auch diese To-do-ist-Benachrichtigungen, das sind mehrere, auf einen Schlag wegwischen oder bearbeiten oder verschieben. Also das finde ich wirklich eine praktische Geschichte und das ist deutlich besser gelöst als auf iOS. Da kann sich Apple eine Scheibe von abschneiden und sollte vielleicht eine ähnliche Geschichte implementieren. Vielleicht könnte man ja auch da eine Auswahl draus machen. Manche wollen es vielleicht chronologisch. Ich hätte gern die Möglichkeit, das auch so zu sehen. Das fände ich sehr sehr schön. Ein anderer Teil der Benachrichtigungen auf Android-Geräten – das war was neues mit dem letzten Update – sind die Notification Dots oder Benachrichtigungszeichen. Das sind diese kleinen, ihr seht es hier am Telefon, eigentlich schon diese kleinen Punkte, die anzeigen sollen, dass diese App eine Benachrichtigung für mich hat. Jetzt werden ganz viele iPhone-Nutzer sagen, das gibt es bei uns doch schon immer. Das ist auch so. Es ist auch hier ein bisschen anders. Die haben verschiedene Farben. Also, wer auf die Idee gekommen ist, der sollte mir mal erklären, was das soll. Also bei To do ist zum Beispiel, ist es so lachsrosa. Bei Google ist es gelb. Das orientiert sich wohl an der Farbe des Icons der App. Soll dadurch irgendwie schicker werden. Wird aber völlig automatisch von dem Betriebssystem generiert, also hat der Entwickler, glaube ich, auch keinen Einfluss drauf. Aber jetzt mal im Ernst, wenn ich hier so durchwische, sehe ich jetzt sofort dieses hellgelbe Ding? Nein. Also, und wenn man Benachrichtigungen so einstellt, dass man die wirklich sehen will, von den Benachrichtigungen-, von den Apps, die einem wichtig sind-, ja, also, ich finde, das ist eher eine suboptimale Lösung. Das, finde ich, kann man deutlich besser machen. Es ist eine Funktionalität in diesen Punkten aber drin und das ist jetzt wiederum eine ganz ganz tolle Sache, wo Apple mal genauer hinschauen sollte. Ich zeige euch das jetzt mal am Beispiel von To do ist. Wenn ich da lange drauftippe, das kennt man bei iOS auch von Force Touch, aber hier, schaut mal, sehe ich auch die Benachrichtigungen gleich und ich kann die auch gleich wegwischen, wenn ich will. Das finde ich jetzt eine ganz tolle Sache. Also das heißt, ich muss nicht hier oben in mein Notification-Center gehen, sondern kann für eine einzelne App die Benachrichtigung auch gleich über einen langen Touch, oder ein Force Touch wäre es dann auf einem iOS-Gerät, erledigen. Kann mir das gleich anschauen. Das finde ich jetzt wieder sehr sehr sehr praktisch. Das wäre was, das soll Apple meiner Meinung nach sofort implementieren. Ja, das wäre dann abgeguckt, aber das ist es wirklich wert. Also das macht eine ganze Menge aus. Und das macht auch den Umgang mit Benachrichtigungen deutlich entspannter.

Ja, so kann es gehen. Da ist man dann doch überrascht. Also, das Multitasking und Split View, was ich ja eigentlich so als großen Produktivitätsheilsbringer gesehen habe, hat mich wirklich gar nicht begeistert. Und das, was ich als Spielerei angesehen habe, hat mir am Ende dann doch einen positiven Mehrwert gebracht. Also, da ist man wirklich vor Überraschungen manchmal nicht gefeit. Das war der dritte Teil. Im vierten und letzten Teil schaue ich mir den Google Assistant noch ein bisschen genauer an und ziehe dann ein kleines Fazit. Bis zur nächsten Woche. Ciao.