Im letzten Teil meiner Android vs. iPhone Reihe gehe ich auf den Google Assistant, und Google Lens ein, und ziehe mein Fazit aus 4 Wochen mit dem Google Pixel 2 XL.

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Ich nutze:

iPhone X
Google Pixel 2 XL

 

Hier die Transkription des Videos:

Hallo, mein Name ist Björn Bobach, ich versuche Technik begreifbar zu machen und das ist die vorerst letzte Folge von Android vs. iPhone. Ich habe die letzten vier Wochen mit einem Google Pixel 2 XL verbracht, statt meinem iPhone X, und habe versucht herauszufinden, ob ich damit produktiver bin, und was an den Werbeversprechen ist und an den Gerüchten, die immer dran sind. In dieser letzten Folge geht es zunächst um den Assistant und dann um Google Lens, Google Lens ist die intelligente Kamera, so wird es von Google beworben. Und ich habe ein bisschen überprüft, ob mich das etwas produktiver macht, als auf dem iPhone X mit Siri. Ich zeige euch jetzt meine Eindrücke, und dann gibt es ein kleines Fazit, was ich nach vier Wochen Android so denke.

Im letzten Teil meiner kleinen Reihe Android vs. iOS geht es jetzt um den Assistant und Google Lens später als kleine Unterfunktion vom Assistant. Assistant ist das, was auf dem iPhone Siri ist, und ich werde in dem späteren Video nochmal genauer darauf eingehen, deswegen werde ich jetzt nicht zu sehr in die Tiefe-. Ich möchte euch nur ein paar Besonderheiten zeigen, die mir aufgefallen sind, weil in dem späteren Video werde ich den Assistant dann noch ausführlicher mit Siri und mit einem Echo Gerät vergleichen, einfach um eine bisschen zu schauen, was ist eigentlich dran an den Gerüchten, dass Siri so weit hinterher ist und was können die unterschiedlichen Assistenten alle so? Das in einem späteren Video. In dem jetzt: der Assistant. Grundsätzlich, wie ruft man den auf, es gibt einen Sprachbefehl: „Okay Google.“, seht ihr, das funktioniert super. Man kann ihn auch physikalisch aufrufen, indem man zum Beispiel hier lang auf den Home-Button drückt, der hört mir auch sofort zu. Und eine Besonderheit von den Pixel-Telefonen, ich kann das Gerät drücken. Ist das sinnvoll? Ich zeige euch das mal. Also ich habdas Gerät in der Hand, es kann auch im gesperrten Zustand sein, und ich drücke und der Assistant öffnet sich. Ja, ist das sinnvoll? Ich weiß nicht. Also ich habe das eigentlich ein bisschen als Spielerei empfunden, ich bin der Meinung, dass die-, wenn ich es sowieso über Sprache aktivieren kann und ich meistens dann mit dem Gerät spreche, ist das wirklich nötig, dass ich das über so ein Squeeze-, für mich kommt das-, mir kommt das ein bisschen vor, wie eine Technik-Studie, also ich benutze es eigentlich nie. Ich benutze es meistens über Sprach-Kommando und über einen anderen Weg, den ich euch gleich auch noch zeigen werde. Was kann der Assistant? Der kann eine ganze Menge. Google hat eine sehr, sehr mächtige Datenbank im Hintergrund, ist keine Überraschung als Suchmaschine. Und Google kann auch sehr gut mit Folgefragen umgehen, bis zu einem gewissen Level, ich zeige euch mal, was ich meine. „Okay Google, wie alt ist Angela Merkel?“ (Assistant: Angela Merkel ist 63 Jahre alt.) Soweit, so gut. Jetzt kann ich aber auch Sachen fragen, wie: „Okay Google. Mit wem ist sie verheiratet?“ (Assistant: Angela Merkel Hochzeitsdaten, 30. Dezember 1998, Joachim Sauer und 3. September 1977, Ulrich Merkel.) Also ich habe mich jetzt auf die Frage davor bezogen. Jetzt sagen wir mal, ich möchte wissen, wie alt der Herr ist, also der letzte Mann, fragen wir mal: „Wie alt ist ihr aktueller Mann?“ (5 Sek Pause) Da geht es dann nicht weiter. Also, ihr seht, Folgefragen gehen immer nur eine Ebene, wenn ich dann darüber hinaus etwas wissen möchte, dann wird es schon schwierig. Eine andere Sache, die ich viel mache, ist, dass ich auf meinem iPhone über Sprache Todoist-Einträge erstelle oder To-Do-Listen-Einträge erstelle, das versuche ich hier jetzt auch mal. „Okay Google. Erstelle eine neue Aufgabe in Todoist.“, nein, geht nämlich nicht. Das ist überraschend. Da hätte ich jetzt gedacht, dass das, weil ja der Assistant viel besser sein soll, laut dem, was man immer so hört, dass der das auf jeden Fall kann. Und das habe ich mit keiner App hingekriegt. Ich kann es mal zeigen. „Okay Google. Erstelle eine neue Aufgabe in Meistertask.“, nein, geht nicht. Also das ist doch echt erstaunlich. Man hört ja immer eigentlich das Gegenteil. Naja, wie gesagt, da gehe ich im späteren Video noch ausführlicher drauf ein. Eine Sache, die ich mir wünschen würde, die es auf dem iPhone auch gibt, ist das hier: ich kann eine Tastatur aktivieren und mit dem Assistant chatten. Das kann man auf dem iPhone über so einen Trick, also wie die Bedienungshilfen auch möglich machen, ist nicht standardmäßig drin, deswegen auch nicht für jedermann sofort auffindbar, aber das finde ich sehr praktisch, für Umgebungen, in denen man vielleicht nicht mit seinem Telefon sprechen möchte, weil es vielleicht nicht angemessen wäre. Finde ich eine ganz tolle Sache. Eine Unterabteilung von Google Assistant ist Google Lens. Was ist Google Lens? Google Lens ist eine intelligente Bild-Analyse, sagt Google. Ich zeige euch, was das bedeutet, ich gehe einmal in ein Foto, das geht nicht mit der Live-Kamera, sondern nur mit Fotos, die ich schon gemacht habe. Hier habe ich mal eine Weinflasche aufgenommen und Google Lens versteckt sich hinter diesem Icon. Ich tippe da mal drauf. Ja, er hat jetzt erkannt, das ist eine Weinflasche und er hat Nero d’Avola als Text gefunden und sagt mir jetzt hier Nero d’Avola-, zeigt mir einen Wikipedia-Auszug. Es gab ja mal diese Amazon-Telefone und da gab es so eine Funktion, die hieß Firefly, und die hat mir dann direkt das zum Kauf angeboten, oder Alternativen, wenn Amazon das nicht auf Lager hatte. Ja, natürlich war da ein kommerzielles Interesse von Amazon hinter, hätte ich jetzt aber in dem Fall irgendwie erwartet, dass ich das zumindest als Produkt angeboten kriege, irgendwo. Ist ja schön, dass er den Text erkennt, aber das kann ja Evernote zum Beispiel auch, also das ist jetzt keine große Sache. Wir versuchen mal ein anderes Foto. Das ist jetzt auch ein Produkt, das ist eine illy-Dose mit so Kaffeekapsel drin. Ja, da erkennt er jetzt Konservendose, nicht Kaffee, nicht illy, finde ich auch nicht so richtig optimal, und dann habe ich jetzt noch als letzten Versuch ein Foto von einem Zitat von Steve Jobs, steht auch hier unten drunter, Steve Jobs. Schauen wir mal, was Google jetzt daraus macht. Gedenktafel. Also, erkennt nicht mal den Namen. Also das finde ich eigentlich völlig sinnfrei, das ist für mich auch wieder so eine Technik-Studie, mit der man ganz viel Brimbamborium machen kann, die aber keinen praktischen Nutzen hat. Also Google Lens brauche ich wirklich nie.

Ja, da seht ihr, das hat mich wirklich überrascht, Google Assistant wirklich an vielen Stellen gar nicht viel besser als Siri, da ist die Pressemeinung, die wir so öffentlich kriegen immer ja eine ganz andere, da scheint Apple echt ein Image-Problem mit Siri zu haben, weil zum Beispiel die App-Integration ja wirklich viel besser zu sein scheint, und in meinem Test auch wirklich besser ist. Google Lens ist eine Spielerei, die man wirklich nicht braucht. Also das ist was, das habe ich wirklich einmal so ein bisschen ausprobiert, und dann gemerkt, das ist nur eine Show von irgendwelchen technischen Möglichkeiten, hat noch keinen praktischen Nutzen. Was ist jetzt also mein Fazit nach vier Wochen Android? Ganz ehrlich, ich freue mich darauf, mein iPhone wieder als hauptsächliches Gerät nutzen zu können. Ich konnte mich in den vier Woche nicht wirklich an Android gewöhnen. Ja, der Mensch ist ein Gewohnheitstier, es braucht Zeit, gerade wenn man fast zehn Jahre jetzt ein iPhone benutzt hat, aber Android hat mir zu viele Ecken und Kanten, ist mir an manchen Stellen zu unelegant, es ist sehr technisch, es ist sehr pragmatisch, da mag ich lieber das elegante von iOS, auch wenn ich da vielleicht nicht die ganzen Möglichkeiten der Anpassung habe, und wenn es ein bisschen eingeschränkter ist, was die Erweiterbarkeit der Apps angeht, ein riesen Plus von Android. Würde ich es jetzt jemandem empfehlen, der sagt, er möchte produktiver sein, oder der glaubt, er ist mit einem Android-Gerät besser bedient? Definitiv nicht. Android hat enorm aufgeholt, die sind wirklich auf Augenhöhe, aber einen Vorteil sehe ich bei einem Android-Gerät momentan wirklich nicht. Es ist eine reine Geschmackssache. Und deswegen würde ich auch jedem empfehlen, da seinem Geschmack nachzugeben. Wenn ihr ein Telefon in der Hand habt, und das spricht euch an und das habt ihr gern und das habt ihr lieber als ein anderes Gerät, egal ob es iPhone oder Android ist, nutzt das, seid euch nur darüber im Klaren, dass die Umgewöhnung wirklich Zeit braucht. Bei mir haben selbst vier Wochen nicht gereicht. Allein Face-ID habe ich bis zum Schluss so vermisst und immer auf dieses Telefon gestarrt und gedacht: „Warum entsperrst du dich nicht?“, weil ich es von meinem iPhone 10 so gewohnt bin.

In diesem Sinne, ich hoffe, das hat euch ein bisschen was gebracht und ich freue mich, wenn ihr nächste Woche für ein anderes Thema wieder dabei seid. Bis dann! Tschau!