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Ignorieren

Krisen als Chance

9. Februar 2024

In dieser Folge von KlarSicht geht es um das Thema Krisen als Chance. Ich erkläre, wie man Krisen positiver sehen und als Chance begreifen kann, um gestärkt daraus hervorzugehen. Ich spreche über wirtschaftliche, gesundheitliche und Beziehungskrisen und gebe Denkimpulse zu jedem Bereich. Anschließend bekommt ihr vier wichtige Punkte, um Krisen besser zu bewältigen: Akzeptanz, Veränderung, Wachstum und Neuorientierung. Zum Schluss gibt es noch konkrete Tipps und Übungen, um Krisen zu überwinden.

Takeaways

Krisen sollten akzeptiert und zugelassen werden, um sie besser bewältigen zu können.

Krisen bieten die Chance zur Veränderung, zum Wachstum und zur Neuorientierung.

Es ist wichtig, sich bewusst zu werden, welche Ressourcen in der Vergangenheit bereits geholfen haben.

Ein Perspektivwechsel aus der Zukunft heraus und die Betrachtung anderer Vorbilder können bei der Bewältigung von Krisen helfen.

Kapitel

00:00 Einleitung

02:27 Denkimpulse zu wirtschaftlichen, gesundheitlichen und Beziehungskrisen

09:10 Wichtige Punkte im Umgang mit Krisen

12:58 Tipps und Übungen zur Überwindung von Krisen

19:42 Fazit

Björn (00:02.254)
Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Klasich, dem Coaching -Podcast mit mir, Björn Bobach. Ich freue mich, dass ihr dabei seid. Und in dieser Folge geht es um das Thema Krisen als Chance. Und das ist Teil meiner Jahresserie Ein Bewusstes Jahr. Und im Januar möchte ich damit beschäftigen, wie man Krisen positiver sehen kann und sie auch als Chance begreifen kann, um am Ende gestärkt da rauszugehen. Vielleicht direkt zur Einleitung, warum …

ich auf dieses Thema. Nun, als Coach begegne ich mir das natürlich sehr häufig, dass Menschen in einer Krise stecken und nicht so richtig wissen, wie sie da rauskommen und die Verzweiflung ist dann riesengroß. Und für viele sind Krisen dann ein tatsächlicher Weltuntergang. Das müssen die aber nicht sein. Das hat sehr viel mit der eigenen Perspektive daraus zu tun, mit dem Erfahrungsschatz und natürlich auch mit der Prägung, die wir erfahren haben. Und genau darum soll es heute gehen. Also,

Gedanken dazu, wie man Krisen bewältigen kann, wenn sich eine Krise ankündigt oder wenn sie schon begonnen hat, um daraus etwas Positives zu ziehen. Und vielleicht auch ganz klar gesagt, es geht hier nicht um Beschönigend oder Positivismus, das liegt mir sehr fern. Dazu gibt es ja auch schon eine Folge, die ich mit meinem Coaching -Kollegen Jan Frankemai im Rahmen von Coach um Coach gemacht habe. Also positivistisch soll das hier nicht sein, sondern es geht darum, wie man mit Krisen

konstruktiv umgehen kann. Um was für Krisen geht es heute eigentlich? Es geht vor allem um bestimmte persönliche Krisen. Ich rede nicht von Krisen, die wir in den Nachrichten sehen, die uns im Moment ja auch, wir sind im Jahr 2024, häufig befeuern Dinge, die uns in den Nachrichten es kriseln lassen, sondern es geht um persönliche Krisen. Und da gibt es vor allem die Bereiche Beziehungskrisen. Das muss nicht nur der Partner sein, das kann auch familiär sein.

gesundheitliche Krisen, Krankheiten oder einfach mangelnde Fitness oder Burnout geht schon fast in die Richtung, wobei das was klinisches ist, da bin ich als Coach nicht ganz in der Lage zu helfen. Und wirtschaftliche Krisen, also finanzielle Krisen, Verluste machen, wirtschaftliche Dinge verlieren oder wenn die in Gefahr sind. Und ich möchte jetzt zu diesen Bereichen einfach erstmal Denkimpulse gehen, bevor ich dann

Björn (02:27.758)
im zweiten Teil des Podcasts um die vier wichtigsten Punkte geht, die nach meiner Meinung nach dazu führen, dass man mit Krisen besser umgeht. Aber erst mal vielleicht zu diesen drei Bereichen, wirtschaftlich, gesundheitlich und Beziehung, ein paar Denkimpulse und ein paar Gedanken von mir. Der wirtschaftliche Bereich. Ich glaube, es ist sehr wichtig, wenn hier etwas ins Wanken gerät, wirklich ganz intensiv nach den Ursachen zu forschen und das so weit zu treiben, bis man wirklich die Wurzel gefunden hat.

Also sagen wir mal, ein Monat ist schlecht gelaufen und dann ist das Konto im Minus. Ist das dann die Ursache, dass der Monat schlecht gelaufen ist? Sehr wahrscheinlich nicht. Da müsste man noch weiter zurückschauen. Dann hat sehr wahrscheinlich keine ausreichende Rücklagenstrategie dazu geführt. Also ein wirkliches Verständnis der Ursachen. Das muss jetzt natürlich nicht nur die Kontoführung sein, das kann personelle Gründe haben. Das kann natürlich auch in einem Selbst liegen. Habe ich hier strategisch falsche Entscheidungen getroffen.

Da sollte man sehr schonungslos sein, aber gleichzeitig auch sehr sachlich und sehr unemotional, denn diese Ursachen haben meistens einen ganz sachlichen Hintergrund, den man sehr praktisch ändern kann.

Dann ein Gedanke, den ich bei wirtschaftlichen Krisen immer habe, ist, dass man sich nicht wie der Käfer auf den Rücken wirft und mit den beiden strampelt, sondern dass man möglichst sofort einen Actionplan zur Überwindung der Krise sich überlegt. Dazu gehört wirklich ein Schritt für Schritt Plan. Also was ist jetzt als erstes am allerwichtigsten und gleichzeitig am eiligsten? Die Eisenhower Matrix lässt da grüßen. Also was ist wirklich Prior 1 und in welchen Schritten kann ich diese

hinter mir lassen und aus ihr gestärkt vielleicht sogar noch hervortreten. Also wirklich einen Plan für die Überwindung einer wirtschaftlichen Krise machen. Und auch wichtig, egal wie so etwas ausgeht, wie so eine Situation wirtschaftlicher Art am Ende ausgeht, ist es wichtig, sich einen Lerneffekt zu überlegen. Also egal, ob man jetzt, ich sag mal,

Björn (04:35.222)
als Verlierer daraus geht, auch wenn ich glaube, dass man da nicht Verlierer sein kann, weil man immer etwas lernt, sollte man sich Gedanken machen, was bringt mir das für die Zukunft? Was habe ich daraus gelernt, um zukünftige ähnliche Situationen entweder besser zu bewältigen oder vielleicht sogar zu verhindern? Zum Beispiel nochmal, was ich eben schon gesagt habe, wenn nach einem Monat die Liquidität auf Null ist, nach einem schlechten Monat die Liquidität auf Null ist,

sollte ich mir eine nachhaltige Rückhaltestrategie überlegen, also eine Rücklage -Strategie, um das in Zukunft zu verhindern, damit nicht einen Monat schon alles ins Wanken bringt. Es muss jetzt nicht nur ein schlechter Monat sein. Bei manchen ist es sogar ein Kunde, der nicht zahlt, der schon das ganze Gefüge auseinanderbrechen lässt. Da sollte man sich dann überlegen, wie kann ich das in Zukunft anders aufstellen. Der zweite Bereich, gesundheitliche Krisen.

Ja und das ist so eine Sache, da stecken wir ja nicht immer selber drin. Also manchmal wird man ja einfach auch ernsthaft krank, ohne einen Beitrag dazu geleistet zu haben. Ich habe dann immer das Bild von jemandem, den ich mal kannte, der wirklich mit Anfang 40 kerngesund, supersportlich, einfach tot umgefallen ist. Also jemand, der wirklich mitten aus dem Leben gerissen wurde. Und manche trifft es dann halt auch, die kriegen ernsthafte Krankheiten und haben da eigentlich nichts zu beigetragen.

Aber bei allen anderen Dingen, die nicht so unvorhergesehen kommen, sollte man sich fragen, welchen Beitrag habe ich geleistet? Was habe ich getan, um jetzt in dieser Situation zu sein? Trifft bestimmt auf ganz viele stressbedingte Sachen zu. Also wenn ich zum Beispiel unter Schlafstörungen leide, kann es sehr häufig damit zusammenhängen, dass sehr wahrscheinlich meine Stressbewältigung, meine Resilienz nicht gut ausgeprägt war. Wie kann ich das verbessern?

hat mir dieser Warnschuss, dieser gesundheitliche Warnschuss vielleicht etwas sagen wollen, dass ich an meinem Leben etwas ändern sollte. Das ist ein wertvoller Gedanke. Und wie kann ich dann mein Leben umgestalten, um gesünder zu werden oder nachhaltig gesünder zu bleiben?

Björn (06:48.558)
Im Bereich Beziehung sieht es ganz anders aus, weil hier sind wir sehr viel mehr selbst am Steuer, als wir eigentlich glauben. Ich erlebe das bei Klienten, dass die sagen, ja, mein Partner ist so schlimm. Also ich bin ganz toll und ich mache und tue, aber mein Partner ist so und so. Spannend ist, wenn man dann die Frage stellt, wie es in früheren Partnerschaften war und es sich dann alles wiederholt. Also dass es immer wieder die gleichen Probleme in jeder Partnerschaft gab.

Und dann sollte man sich selber fragen, welches Muster bei mir führt denn eigentlich dazu, dass eine Beziehung immer so endet, dass ich mich immer wieder darüber aufregen muss? Vielleicht sollte ich meine Filter anders gestalten, die ich für andere Menschen habe, die ich in mein Leben lasse. Das gilt dann ja nicht nur für den wirklichen Partner, sondern vielleicht auch für Freundschaften. Und habe ich vielleicht selbst ein Verhaltensmuster, das für eine langfristige Beziehung schädlich ist? Also kann es sein, dass ich ein Muster habe, dass mein Partner dazu

sich auf eine bestimmte Art zu verhalten, kann es sein, dass ich vielleicht der bin, der das Ganze dann auf die Spitze treibt durch mein Verhalten und der andere nur noch reagiert? Also natürlich kann man da jetzt nicht pauschal sagen, es liegt immer an einem selbst, aber was man glaube ich pauschal sagen kann, ist es liegt immer an beiden. Und da den Blick auf sich selbst zu richten und sich zu überlegen, was habe ich dazu beigetragen? Was kann ich jetzt dazu beitragen, um das zu lösen?

oder um es in Zukunft einfach nicht mehr erleben zu müssen, ist ein sehr wichtiger Gedanke. Und dann ganz allgemein, wie kann ich eine Beziehung vielleicht anders gestalten? Und da geht es dann auch wieder um Freundschaften und nicht nur um Liebesbeziehungen. Wie kann ich eine zukünftige Beziehung anders gestalten, damit sie nachhaltig, glücklich ist und ausgeglichen?

Und ganz grundsätzlich jetzt vier meiner Meinung nach wichtige Punkte, die man bedenken sollte, um Krisen als Chance zu verstehen. Und das Allererste ist die Akzeptanz. Also Krisen muss man akzeptieren. Krisen muss man zulassen. Wenn sie da ist, bringt es nichts, sie zu verleugnen. Und das ist ein Phänomen, das hört man ja zum Beispiel bei Menschen, die hochverschuldet sind, dass die irgendwann ihre Post nicht mehr öffnen. Das ist nichts anderes als

Björn (09:11.406)
Nachvollziehbar zwar, aber nicht wirklich förderliche Vermeidungsstrategie. Wir versuchen ja Schmerz zu vermeiden als Menschen. Das ist so ein Urtantrieb von uns. Schmerz ist nicht gut, in dem versuchen wir zu vermeiden. Und in dem Beispiel jetzt wäre die Post so ein schmerzgebender Faktor, in dem versuchen wir zu vermeiden. Wichtig ist, die Krise also zu akzeptieren. Das fällt vielen sehr schwer, weil wir das nicht gelernt haben. Da sind Glaubenssätze am Werk, die sagen, du darfst nichts falsch machen.

darfst keinen Fehler machen. Darauf bin ich ja schon in vielen Folgen eingegangen. Diese Art von Glaubenssätzen ist erlöschbar, also ersetzbar wollte ich sagen. Löschbar und ersetzbar. Das braucht ein bisschen Fleiß und manchmal auch externe Hilfe. Aber das ist möglich. Und wenn man es geschafft hat oder grundsätzlich schafft, eine Krise sofort anzunehmen und ihr ins Auge zu schauen, dann kann man sich auch sofort mit der Lösung beschäftigen.

Das ist nämlich häufig das Problem, dadurch dass ich eine Krise nicht wahrhaben will und verdränge und zur Seite schiebe, schiebe ich auch die Lösung immer weiter in die Zukunft. Das wird oft als Prokrastination missverstanden, dann als Aufschieber Rites, wie das so schön heißt auf Deutsch. Aber das ist es gar nicht. Es ist eigentlich eine Vermeidung. Und da sind meistens Glaubenssätze am Werk, die uns sagen, das darf dir nicht passieren. Du darfst keinen.

Fehler machen, keinen Fehler machen, du darfst kein Verlierer sein und dem auf den Grund zu gehen und dann einer Krise ins Auge zu schauen, ist unglaublich befreiend. Dazu werde ich sehr wahrscheinlich auch nochmal in einem YouTube -Video etwas später diesen Monat drauf eingehen und ein bisschen persönlicher über mich erzählen, weil das ist auch ein Punkt, den ich lernen musste, zu sagen, das ist jetzt ein Punkt, wo ich sagen muss,

Jetzt habe ich eine Krise und jetzt muss ich mir einen Weg daraus denken und nicht so tun, als würde das nicht existieren. Wie gesagt, da gehe ich in einer YouTube -Folge später drauf ein. Also Akzeptanz ist der allerwichtigste erste Schritt und auch der erste der vier Punkte, die ich ansprechen wollte. Der zweite Punkt ist eine Krise als Chance zur Veränderung zu begreifen. Also es ist das gleiche Beispiel, wie ich das eigentlich eben geführt habe. Also was hat zu der Krise geführt?

Björn (11:37.358)
Was kann ich daraus lernen? Was wollte ich vielleicht schon immer anders machen? Und auch hier aus eigener Erfahrung kann ich sagen, wenn man begreift, dass das, was zu der Krise geführt hat, eigentlich ein hemmender Faktor war und dass die Krise eigentlich das Signal ist, hier, du musst etwas verändern und das ist die Chance, etwas zu verändern. Eine Krise setzt quasi alles auf Null und bietet eine weiße Leinwand, auf der man dann malen kann, wie man möchte und wie man…

seine Zukunft gestalten möchte und will, ist das unheimlich positiv und ein unheimlich schöner Antrieb und ein ganz schöner Gedanke auch, eine ganz wunderbare Perspektive darauf. Also das ist eine Sache, die auch natürlich wieder von dem Erfahrungsschatz abhängt. Und ich habe schon ein paar Krisen jetzt in meinem Leben gehabt und weiß einfach, dass jede Krise eigentlich in etwas Besserem hinterher endete. Also vorher war immer besser.

nachher war immer besser als vorher. Und wenn man das ein paar Mal erlebt hat, dann weiß man auch, also man ersehnt die Krise nicht, aber man weiß einfach so, wenn ich da jetzt ein bisschen Energie investiere, verändert sich etwas und es ist hinterher besser als es vorher war.

Der nächste Punkt ist die Krise als Chance zum Wachstum zu sehen. Nehmen wir ein Beispiel, das kennen wir vielleicht einige von euch. Eine nicht bestandene Prüfung oder eine Absage für einen nicht bekommenen Job. Da ist das Leid dann auch oft groß. Das hat man sich vielleicht ersehen, vielleicht ein Arbeitgeber, zu dem man unbedingt wollte. Und auch da verzagen hilft gar nichts, sondern sich die Frage stellen, wie kann ich jetzt wachsen?

um beim nächsten Mal hier erfolgreich zu sein. Den Fokus auf das Wachstum. Also Gedanken wie, was ist mir jetzt wirklich konkret schwergefallen? Was, bei welchem Teil oder was ist etwas gewesen, was ich mir hat, wo ich mich unwohl beigefühlt habe? Und warum habe ich mich unwohl gefühlt? Da dem auf den auf den Grund gehen, nicht nur, das war mir unangenehm, sondern warum war mir das unangenehm? Weil manchmal ist das, was mir unangenehm ist, nicht mal das, was mir schwerfällt, sondern etwas grundlegend.

Björn (13:54.314)
Was konnte ich vielleicht einfach noch nicht und wie kann ich mir das aneignen oder trainieren? Will ich das überhaupt lernen? Na, das ist auch so ein Ding. Manche studieren etwas und fliegen durch eine Klausur, durch eine Prüfung nach der anderen. Vielleicht, weil sie das gar nicht machen wollen. Vielleicht wollen sie diesen Beruf gar nicht lernen. Vielleicht wollen sie dieses Studium gar nicht wirklich. Das sollte man sich fragen, möglichst frühzeitig natürlich. Und

Ein Gedanke ist auch hier, wer kann mir helfen? Also wer kann mich unterstützen, damit ich mir dieses Wissen aneignen, damit ich wachsen kann? Wer kann ein Mentor sein?

Und der Mentor bringt mich auch dazu, zu auf den vierten Punkt zu kommen, nämlich die Krise als Chance zur Neuorientierung zu sehen. Nehmen wir das Beispiel einer Kündigung. Und da ist es jetzt tatsächlich egal, ob ich der Kündigende bin, also ob ich der Arbeitgeber bin, der jemandem kündigt oder ob oder auch der Arbeitnehmer bin, der jemandem kündigt tatsächlich oder ob ich der dem gekündigt wird, also als Arbeitgeber oder auch als Arbeitnehmer.

Wichtigste Frage ist, was hat mir persönlich denn an der aktuellen Situation nicht gefallen? Also sowohl auf den Seiten des Kündigenden und der, der dem gekündigt wurde. Was hat mir denn nicht gefallen? Hätte ich jetzt vielleicht ahnen können, dass da etwas im Argen ist? Und jetzt, wo ich alle Optionen habe, was ist es, was ich wirklich will und was zu meinen Werten passt? Über die Werte habe ich ja letzten Monat schon gesprochen. Also was will ich denn wirklich?

Wenn ich selbst gekündigt habe und mich da einfach unruhig gefühlt habe, dann scheint es hier ja einen Konflikt mit meinen Werten gegeben zu haben. Und das gilt dann auch wieder für Arbeitgeber, die Kündigungen erhalten. Wie finde ich denn Mitarbeiter, die wirklich zu mir und meinem Unternehmen und meiner Firmenphilosophie passen? Und wie kann ich den Bewerberprozess so gestalten, dass ich Mitarbeiter finde, die langfristig bleiben? Was für Fragen kann ich darstellen? Kann ich meine Verträge entsprechend anders gestalten?

Björn (16:01.518)
Und in solchen Situationen, wenn man sich da auf Neuorientierung konzentriert und eine Kündigung, auch wenn man sie selber erhält, nicht als um Gottes Willen, ich schmeiß mich auf den Rücken, mir wurde gekündigt, sondern als den Impuls sieht, okay, hier war etwas nicht in Ordnung, hier hat etwas nicht gepasst, ich muss mich neu orientieren und ich muss es so suchen, dass es beim nächsten Mal besser funktioniert. Das ist ein sehr befreiender Gedanke.

Ganz konkrete Tipps und Übungen noch, um Krisen zu überwinden, möchte ich euch auch noch an die Hand geben. Und das sind ganz grundlegende Dinge. Also gar nicht so sehr auf Beispiele bezogen, sondern Dinge, die immer helfen, wenn man sich in einer schwierigen Situation befindet. Und das ist das, der allererste Punkt, alter Ressourcen bewusst werden. Sich überlegen, was hatte ich in der Vergangenheit schon für ähnliche Situationen und was hat mir dabei geholfen und vor allem

Wer hat mir dabei geholfen? Wir werden viel zu oft dazu erzogen, nicht nach Hilfe zu fragen. Das muss man alleine schaffen. Also man darf sich auch keine Blöße geben, indem man sagt, ich brauche Hilfe. Und aus meiner persönlichen Erfahrung auch heraus ist es unglaublich, wenn man das eine Weile so praktiziert hat, dass man nicht um Hilfe gefragt hat, ist es unheimlich wohltuend zu sehen, wie viele Menschen um einen herum eigentlich in schwierigen Situationen sagen,

kann dir helfen, möchtest du meine Hilfe? Und wenn man die annehmen kann, ist einem ja schon sehr, sehr viel geholfen. Das heißt jetzt nicht, dass man seine Last komplett auf andere abladen soll, aber mit Hilfe geht vieles besser und ist auch überhaupt nichts schändlich daran, Hilfe anzunehmen.

Eine weitere Hilfe in schwierigen Situationen ist der Perspektivwechsel aus der Zukunft heraus. Und damit meine ich jetzt nicht, guck nach vorne. Das hören wir ja ganz häufig, wenn wir eine schwierige Situation haben. Guck nach vorne. In der Zukunft wird alles besser. Was ich meine ist, sich zu überlegen, wie werde ich in einiger Zeit, Zeitraum hängt natürlich von der Situation ab, auf diese Situation jetzt zurückblicken.

Björn (18:18.35)
Was wird die für einen Stellenwert haben? Was werde ich dann über diese Situation sagen? Was werde ich dann sehr wahrscheinlich über diese Situation sagen? Was sie mir gebracht hat? Was ich daraus gelernt habe? Das ist eine unheimlich befreiende Sicht, um eine Krise als wirklichen Wachstumsmotor zu sehen und auch zu relativieren. Weil wenn man sich das überlegt, was werde ich in zehn Jahren zum Beispiel über diese Situation sagen, dann scheint sie einem schon gar nicht mehr so gut.

weil in zehn Jahren werde ich sehr wahrscheinlich darüber denken, na ja, das war eine schwere Zeit, aber die war ja relativ schnell vorbei. Und als letztes der Perspektivwechsel. Was würden andere in dieser Situation tun oder zu dieser Situation sagen? Und da ist es natürlich entscheidend, dass es jetzt nicht andere sind, die vielleicht überhaupt keine Ahnung von der Situation haben oder die das noch nie erlebt haben, sondern Vorbilder. Also was würden andere Mentoren?

in dieser Situation tun? Was würde jemand, den ich sehr bewundere, der ein sehr stabiles Leben geführt hat oder der vielleicht wirtschaftlich besonders erfolgreich war oder schon 40 Jahre glücklich verheiratet ist, was würde der denn in dieser Situation machen? Das kann sehr bereichernd sein und einem super Impulse geben, um eine Krise positiv zu bewältigen. Ja, damit bin ich am Ende angekommen. Ich hoffe, da war was für euch bei.

Mir ist das so eine Herzensangelegenheit, dass man sich in schwierigen Situationen halt nicht auf den Rücken wirft und nicht in totaler Melancholie versinkt und sich selbst zum Opfer deklariert, sondern dass man da positiv und mit Aktionismus dran geht. Also nicht mit negativen Aktionismus, nicht mit purem blindem Aktionismus, sondern dass man sich da selber rauszieht. Und das kann man, um es nochmal zusammenzufassen, mit der Sicht darauf, dass es eine wichtige Lernerfahrung ist, dass die auch dazu gehört.

dass es ein natürlicher Bestandteil des Lebens ist und dass es ressourcenbildend ist für alle zukünftigen Herausforderungen. Damit, mit solchen Gedanken, kann man Krisen sehr gut bewältigen. Ich bedanke mich, wenn ihr bis hierhin zugehört habt und würde mich natürlich freuen, von euch zu hören. Kontaktdaten wie immer auf meiner Homepage björnbobach .de oder in den Notizen zu dieser Podcast -Folge. Ich freue mich, wie gesagt, von euch zu hören, wenn ihr den Podcast auch noch positiv bewertet werdet, dass das seine Häufchen.

Björn (20:40.492)
und ich freue mich auf die nächste Folge mit euch. Macht’s gut, ciao!

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