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Coach&Coach: Finden statt Suchen

6. Mai 2022

Wenn man den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht: angeregt durch die indische Dichtung “Siddhartha” von Hermann Hesse, befassen Jan Gustav Franke und ich uns mit dem ewigen Suchen.
Warum verstricken wir uns in eine Suche, die nicht zu enden scheint? Warum gelingt es oftmals nicht, das Ziel zu entdecken? Und wichtig: Wie können wir unser Ziel schließlich finden? Eine recht philosophische neue Folge von Coach&Coach!

 

Listen on Apple Podcasts

Hier die Transkription des Podcast:

Björn
Herzlich willkommen zu einer neuen Folge Coach und Coach mit mir Björn Bobach und Jan Gustav Franke. Hallo Jan.

Jan
Hallo Björn!

Björn
Wir beschäftigen uns heute damit zu finden, um gibt es Menschen, die ewig auf der Suche sind, nicht finden, nicht finden wollen oder nicht finden können? Und inspiriert hat uns das eine Urlaubslektüre, die der Jan jetzt in seiner Elternzeit gelesen hat. Und vielleicht erzählst du mal Jan, was dich da bewegt hat?

Jan
Ja, sehr gerne. Und zwar habe ich mir ein kleines Träumchen erfüllt. Ich habe schon seit ewigen Zeiten von Hermann Hesse Siddhartha lesen wollen und habe es ein paar Mal vorgenommen. Aber immer digital. Und ich bin so ein Typ. Ich lese doch tatsächlich am liebsten Papier, Bücher und nach ein, zwei Anläufen, die ich so über die Jahre mal gemacht habe und dann immer wieder digital weggelegt habe, habe ich mir das jetzt zum Geburtstag gewünscht und dann von meiner lieben Großmutter auch geschenkt bekommen und hatte jetzt dieses kleine Büchlein dabei. Und nach einem kleinen Heimatbesuch an der Nordseeküste bin ich mit der Familie noch weitergefahren nach Wangerooge und habe eben auch dieses Büchlein im Gepäck gehabt und hatte dann dort Gelegenheit, ja doch die eine oder andere Seite da mit Blick aufs Meer vom Balkon aus zu lesen, was total schön war. Natürlich ein tolles, tolles Ambiente. Und ja, ich bin auch auf die ein oder andere wirklich super tolle und interessante Passage gestoßen und eine davon hat uns jetzt, also heute, hier zu diesem Thema inspiriert.

Jan
Und ich gebe vielleicht mal einen ganz, ganz kleinen Abriss darüber, wie es zu dieser Situation kommt und welche Passage ich meine. In dem Zusammenhang.

Björn
Aber bitte, das ist ewig her, dass ich das Buch gelesen habe.

Jan
Ja, also ich habe jetzt auch schon mit mehreren darüber gesprochen und alle haben gesagt, sie haben es so tatsächlich seit vor einiger Zeit gelesen. Öfter mal habe ich gehört vor 20 Jahren. Und genau insofern vielleicht ist es ja auch der eine oder andere Zuhörer dabei, das schon mal gelesen hat. Und noch mal ein kleiner, also Siddhartha von Hermann Hesse geschrieben. Tatsächlich nach einer Asienreise von Hermann Hesse, der das Anfang des 20. Jahrhunderts gemacht hat, was er damals wirklich eine riesen Reise war. Unfassbaren Aufwand.

Björn
Ewig unterwegs gewesen sein.

Jan
Ja, genau. Und der hat sich da also auch inspirieren lassen. Das heißt also auch Siddhartha, eine indische Dichtung, ist auch in Asien total populär, weil es also auch sehr viel vom Rhythmus und Versmaß und so weiter in diese Richtung geht, ist es also ähnlich Geschriebenes wie auch eben andere spirituelle Texte oder sagen wir mal Texte, die in diese Richtung gehen aus Asien und auch die Lehre, die scheint also interessant zu sein, auch für Menschen aus Asien. Und wobei das natürlich jetzt ein sehr globaler Begriff ist. Asien wovon handelt diese Geschichte? Sie handelt davon, dass Siddhartha, Sohn eines eines Brahmanen aus Indien loszieht, zusammen mit einem Freund, sich also aus dem väterlichen Hause verabschiedet, eigentlich gegen den Willen des Vaters. Aber letzten Endes, dann sagt er doch zu, weil er so, so beharrlich ist, um eben Erkenntnis zu finden. Er möchte also Erleuchtung finden, Erwachen finden und zieht dazu dann in die Wälder, um dort das Leben eines Asketen zu leben. Und das mit einem Freund, der hierarchisch ein bisschen unter ihm steht, aber so für sich geschworen hat, er möchte sie eigentlich immer begleiten.

Jan
Und die beiden haben dann unterschiedliche Stationen, die sie dann da auch ansteuern. Und da kommen dann nach einiger Zeit dann auch zu einem Erleuchteten, zu einem Buddha, der Hammer heißt. Hier ist auch interessant, es gibt ja den historischen Buddha, Siddhartha Gautama oder Gautama und hier nimmt Hermann Hesse also diese beiden Personen eigentlich auseinander, also das Unterschiedliche sind, zumindest landen die also bei diesem Erleuchteten. Und der Freund von dem Siddhartha bleibt da, der sagt, er schließt sich diesem, diesem Erleuchteten an und möchte also dessen Lehre leben. Und Siddharta zieht selbst weiter und sagt Er glaubt nicht daran, dass er von einem Lehrer die Erkenntnis bekommen kann, sondern er muss das selbst erfahren.

Björn
Das ist ja schon ein Thema, da könnte man ja auch schon eine Folge drüber machen.

Jan
Genau da kann man auch schon tief einsteigen. Machen wir das noch mal anders. Die beiden verlieren sich dann aus den Augen und sehen sich dann irgendwann mal später wieder, verlieren sich dann wieder aus den Augen. Und jetzt begibt es sich also, dass dieser Erleuchtete, dieser Buddha verstorben ist. Das ist Freund Govinda, so heißt er, ist da jetzt also ohne spirituelle Führung in Anführungsstrichen ist auf der Er ist auf der Durchreise und hört jetzt, dass es irgendwo einen weisen Fährmann geben soll. Dieser Weise Fährmann, das weiß der Govinda nicht, ist eben sein alter Freund Siddhartha. Und so kommt er dahin. Er kennt ihn auch nicht auf Anhieb und fragt ihn dann, ob dieser Fährmann ihm etwas zu sagen hätte, und zwar über das Suchen, weil er sich selbst als ewig Suchenden nach der Erkenntnis empfindet, der Govinda. Und daraufhin sagt dann Siddhartha und das ist jetzt auch das Zitat, über das wir jetzt heute sprechen wollen oder was der Ausgangspunkt ist. Wenn jemand sucht, dann geschieht es leicht, dass sein Auge nur noch das Ding sieht, das er sucht, dass er nichts zu finden, nichts in sich einzulassen vermag, weil er nur immer an das Gesuchte denkt, weil er ein Ziel hat, weil er vom Ziel besessen ist.

Jan
Suchen heißt ein Ziel haben. Finden. Aber heißt frei sein, offen stehen, kein Ziel haben. Du, Ehrwürdiger, bist vielleicht in der Tat ein Sucher. Denn deinem Ziel nachstreben, siehst du manches nicht, was nahe vor deinen Augen steht. Hmmm. Zitat Ende. Und kurze Zeit später ergibt sich daraus auch das Wiedererkennen dieser beiden Freunde. Aber das ist natürlich ein ganz, ganz wesentlicher Punkt, über den wir jetzt heute mal hier sprechen wollen. Kann es sein, dass man vor lauter Suchen das Finden vergisst?

Björn
Fragst du mich gerade? Ich glaube, ja.

Jan
In den Raum. In den Raum geschmissen?

Björn
Ja, ich glaube, ja. Es gibt ja auch andere volkstümliche Sprüche, die in die gleiche Richtung gehen. Also den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen. Geht in dieselbe Richtung. Ja. Und warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah. Das andere, was mir in den Kopf kommt. Ich glaube tatsächlich, dass wir. In das Wir, das wir tatsächlich manchmal vergessen oder nicht vergessen. Sagen wir es anders. Ich glaube, es ist uns manchmal nicht möglich, etwas zu finden, weil wir zu sehr mit Suchen beschäftigt sind. Also glaube ich, ganz plakativ wäre das Beispiel die Suche nach Glück. Also. Menschen, die auf der Suche danach sind, glücklich zu sein. Was macht glücklich? Und dann setzen die alles daran, ihren Zielen hinterherzujagen. Wir hatten ja auch schon mal eine Folge zum Thema Ziele setzen gemacht und ob es schlimm und ob es schlimm ist, keine Ziele zu haben, ob man überhaupt Ziele haben muss. Und dann ist es glaube ich so, dass man tatsächlich vor lauter Zielen und dem Hinterherjagen nach dem Glück manchmal gar nicht die Dinge wahrnimmt, die schon da sind, die einem.

Björn
Du hast es im Vorgespräch so schön gesagt die schon vor den Füßen liegen, die dieses Glück eigentlich ausmachen würden, weil man zu sehr damit beschäftigt ist, etwas zu suchen. Und ich glaube sehr wohl, dass das vielen so geht. Und immer mal wieder so geht. Bei allen möglichen Themen.

Jan
Na, das ist ja auch das Skurrile, dass wenn man sich anschaut, was ist persönliches Glück, dann hat das nicht zwingend was damit zu tun, was man jetzt auch materiell besitzt, sondern es gibt ja durchaus auch sehr glückliche Menschen, die sehr wenig Materielles besitzen. Es gibt sehr unglückliche Menschen, die sehr viel besitzen. Das hat nichts damit zu tun, auch wenn natürlich ein Maß an Absicherung schon dazu führt, dass man sich sicherer, besser fühlt.

Björn
Oder oder entspannter.

Jan
Entspannter sein könnte. Aber letzten Endes ist es halt eben total individuell. Und ich glaube, dass tatsächlich auch das genau der Punkt ist, dass man sich oft gar nicht so richtig darüber im Klaren ist, was man eigentlich alles schon hat im Leben und was alles gut ist, wofür man dankbar sein kann. Da gibt es ja auch. Es gibt ja auch einen Grund, warum auch viele so Routinen auch morgen Routinen, Routinen oder wie auch immer mit einschließen. Auch, dass man, dass man darüber spricht oder sich Gedanken darüber macht oder aufschreibt, wofür man dann dankbar ist im Leben, damit man sich das einfach noch mal vergegenwärtigt. Und tatsächlich ist dieses vielleicht die Überzeugung, dass man das einem irgendetwas fehlt im Leben, damit man glücklich sein kann. Vielleicht der Grund dafür, warum man in diesen Modus reinkommt. Aber das ist natürlich auch in dem Moment, wo man immer das eigene Glück im Außen sucht. Auch eine Ausrede dafür hat, nicht mit dem zufrieden zu sein und glücklich zu sein, was man hat. Das heißt, in dem Moment, wo man das, wo man das Außen oder einen fehlenden Faktor, den man noch nicht besitzt, dafür verantwortlich macht, dass man selbst nicht glücklich ist, kommt man natürlich aus der Situation heraus, dass man eigentlich mit dem glücklich sein könnte oder müsste, was man hat.

Jan
Ich meine.

Björn
Ich verstehe. Ja, ich verstehe, was du meinst. Ja, ich glaube, ja.

Jan
Ertappt man sich natürlich dann selbst bei Ja.

Björn
Ich glaube, das mit dem ewigen Suchen hat auch noch eine andere Komponente, weil wenn ich nach etwas suche, konstruiere ich mir, was ich finden will. Also das ist ja nicht da in meiner Wahrnehmung. Also ich. Ich suche etwas und begebe mich auf die Reise, etwas zu entdecken, was ich noch nicht habe. Und ich glaube, dass das nicht immer unbedingt der Realität entsprechen muss. Also zum Beispiel den perfekten Partner zu finden. Der baut sich dann so ein Bild, der muss so und so aussehen. Und die und die Eigenschaften, Charaktereigenschaften, das Einkommen, manche Leuten so ein Auto fahren und was auch immer. Also da wird also ein Realitätscheck, bitte was?

Jan
Na, das Bild, was wir jetzt haben.

Björn
Ja, aber es sind ja nicht alle so! Um Gottes willen, nein, nein, aber das ist ja ganz individuell. Und die, die dadurch, dass man sich da so ein Etwas zusammengeschustert, sag ich jetzt mal ganz salopp, was man meint finden zu müssen, sieht man Dinge nicht, die neben einem vor einem liegen, die vielleicht viel, viel wertvoller sind. Und man kann sich dann tatsächlich so da rein rein galoppieren, dass man blind wird für Dinge, die einem oder auch Menschen, die einem eh schon im Leben nahestehen oder die einem begegnen, weil einfach der Fokus so auf diesem fiktiven erwünschten Zustand, Gegenstand oder was auch immer liegt, dass man die Wahrnehmung dafür gar nicht hat. Wir haben ja gerade eine Folge zu einem radikalen Konstruktivismus aufgenommen, ist also die Folge von der letzten Woche jetzt, und das spielt ja im Prinzip mit rein. Ich konstruiere mir da etwas zusammen, nach dem ich hinterher hecheln und sehe das Glück vor meinen Augen nicht.

Jan
Ja. Ja, das ist. Das ist genau das Thema. Mit dabei. Und jetzt kommen natürlich andere Sachen mit dazu. Wenn man ein Bild davon hat, dass etwas so oder so perfekt ist, oder das ist der glückliche Zustand, das ist ein Idealzustand. Dann wird man unter Umständen irgendwann mal konfrontiert mit der Realität. Und die Realität ist halt in der Regel nicht perfekt oder ideal. Und. Dann ist halt eben auch die Frage Wie geht man damit um? Kann man das? Kann man das annehmen, dass es das die Realität vielleicht nicht hat, man nicht ideal ist, nicht perfekt ist? Oder kommt man da auch in einen Gewissenskonflikt? Das heißt auch die eigene, die eigene Anspruchshaltung hat natürlich auch damit zu tun, ob man jetzt mit einer Situation, mit einer ja, mit einer mit den Rahmenbedingungen glücklich sein kann oder nicht.

Björn
Das ist auch ein Bild von einem selbst, das man hat. Also so ein Bild von einem selbst, so will man sein. Und dann begibt man sich auf die Suche dahin, was, was einen da hinbringt. Und das ist vielleicht gar nicht erreichbar. Also dadurch gerät man in so eine ewige Schleife, hat das Gefühl, nie anzukommen. Was natürlich den Selbstwert auch nicht besonders förderlich ist. Und ich glaube, das feuert sich dann immer weiter an, man es ist quasi dann auch so einem ewigen in so einem ewigen Hamsterrad. Suchen, suchen, suchen, suchen, suchen. Und man findet nicht. Das heißt also, was würde denn dazu führen, dass man mehr findet als suchen? Das ist ja der Titel der Folge Leute finden statt suchen. Wann kommen wir denn einen finden Modus deiner Meinung nach?

Jan
Ich glaube, wir kommen in ein Modus. Wenn wir tatsächlich auch den Fokus darauf richten, das objektiv betrachtet, dann sind wir wieder bei Objektiv, weil das man jetzt allgemein betrachtet, wahrscheinlich ein Großteil der Umstände eigentlich schon sehr gut ist. Also wir wachen morgens auf. Die Sonne scheint noch zu funktionieren. Die Erde ist nicht ausgekühlt, die Erde dreht sich weiter, der Tag beginnt. Alles funktioniert in diesem riesigen Kosmos eigentlich perfekt. Und wir haben da besten Umständen haben wir eine Bleibe. Wir haben eine Wohnung, in der wir leben können, wir haben etwas zu essen. Wir haben vielleicht sogar liebe Menschen um uns herum. Oder selbst wenn nicht, dann sind wir trotzdem vielleicht in einer sicheren Umgebung, was ja sehr, sehr viel da, was tatsächlich schon toll ist und wofür man dankbar sein kann, dass man also einfach so existieren kann, wie man existiert und sich das zu vergegenwärtigen. Wahrzunehmen. Das führt dazu, dass man sagen kann, ein großer Teil ist tatsächlich schon da und ganz vieles aus meiner Sicht dann eben auch einfach.

Jan
Ich sage immer gerne so ein Tüpfelchen. Also es gibt Sachen, die sind auch schön obendrauf, aber ein Großteil ist auch schon da. Und eine Dankbarkeit zu empfinden und auch eine Bescheidenheit ist so ein schwieriges Wort. Aber was heißt ein schwieriges Wort? Ist unterschiedlich, bewertet auch. Aber ich finde halt eine Bescheidenheit und Demut dazu, dass das eben viele Dinge schon wirklich sehr gut sind. Die kann einem da weiterhelfen. Also ein Stück weit ist auch einfach akzeptieren und annehmen und auch wertschätzen, was man hat.

Björn
Hmmm, da spielt natürlich das Buzzword Achtsamkeit auch wieder rein. Also das, dass man Dinge wirklich auch wahrnimmt und wirklich spürt. Ich glaube, ein großer Faktor ist auch, dass im Jetzt leben, also nicht so einer goldenen Zukunft hinterherzujagen, sondern im Jetzt zu sein und im Jetzt glücklich zu sein. Und dass das, was man jetzt hat, wirklich, wie du sagst, bescheiden auch anzunehmen und darüber ein Glück zu empfinden. Wir haben im Vorgespräch auch darüber gesprochen, dass das viel mit hin einnehmen zu tun hat, also dass man Dinge hinnehmen muss, die auch einfach nicht änderbar sind. Darüber wollten wir ja auch noch mal eine eigene Folge machen. Es kommt aus dem Achtsamkeit, aus dem achtsamen Quatsch und aus dem Gelassenheit Gebet. Also dieses. Dieses Ein Stück Fokussieren auf das Jetzt, auf das, was ist Jetzt da das wirklich Empfinden kann einen aus dieser ewigen Suche rausreißen. Spannend ist natürlich, das Suchen an sich erst mal ja nichts Schlechtes ist, weil das erleben wir als Coaches ja auch, weil die Klienten, die zu uns kommen, sind ja auch auf der Suche, die wollen eine Lösung, die wollen aus einer Situation sich befreien.

Björn
Die, die möchten eine Entscheidung für sich treffen können, möchten sich entwickeln. Und das ist ja per se erst mal nichts Schlechtes, weil etwas suchen bedeutet ja auch, sich weiterentwickeln zu wollen. Ich glaube, es wird nur. Es wird nur dann etwas kritisch, wenn man auf der Suche ist, um der Suche wegen.

Jan
Und wenn man nicht nicht Bereitschaft entwickelt auch zu finden. Wenn man quasi den. Wenn man den ein Perfektion Anspruch sozusagen hinter allen Dingen hat, die einem begegnen können im Leben, dann wird es auf jeden Fall schwierig, weil sehr sehr großen Wahrscheinlichkeit wird man eben diese Perfektion nicht finden. Das ist ja auch das, was ich gerade schon schon gesagt, auch wenn man sich so ein Idealbild von irgendetwas macht. Beispielsweise eine bestimmte Person oder ein bestimmter Job oder keine Ahnung was. Dann malt man es sich aus. Das ist quasi die Idealvorstellung. Aber am Ende des Tages stellt man fest Jede Person ist halt auch nur ein Mensch, hat positive, weniger positive Eigenschaften, Momente, schwache Momente.

Björn
Und das ist ja schön.

Jan
Ja, auch das. Genau. In jedem Job gibt es auch Dinge, die machen mehr Spaß. Es gibt vielleicht Dinge, die machen einem weniger Spaß. Vielleicht hat man noch das Glück, irgendwas zu tun, wo man sagt Nee, da bin ich tatsächlich komplett entkommen, gehe ich komplett drauf. Aber oftmals stellt man doch fest Wo viel Licht ist, ist auch Schatten. Und das gibt es eben auch einfach. Und das eben mit anzunehmen. Das gehört dann halt eben auch mit dazu. Und das ist eben auch der Punkt, denke ich. In ihm suchen tatsächlich auch den Fokus auf das Finden mit zu behalten. Das heißt also, ich finde es total gut, wenn man sucht, aber wenn man nicht aus einem man kann auch heraussuchen, wenn man dann einem, wenn man wirklich in einer schwierigen Situation ist und man sucht da irgendwie ein Ausweg, eine Veränderung, ist das eine gute, gute Sache, dann kann man das tun. Aber wenn wir jetzt tatsächlich hier über dieses Symptomatische oder Langfristige immer weiter suchen, weil egal was man findet, das ist nicht gut genug.

Jan
Wenn wir darüber sprechen, dann ist es natürlich schon so, dass man sich einfach darüber Gedanken machen muss Was kann ich denn dafür tun, damit ich dann tatsächlich auch etwas finde? Und da gehört halt tatsächlich auch zu, die Dinge, die einem begegnen, auch die Wertschätzung zukommen zu lassen und sich genau zu genau zu betrachten. Was sind die positiven Dinge von. Den denn von den Dingen, die über die positiven Seiten, von den Dingen, die mir da begegnen, das ist sehr wichtig, dass man das auch versucht zu betrachten und nicht nur schwarz vielleicht.

Björn
Nein, ganz genau. Mir fällt da ein Satz ein, dass vielleicht auch ein schöner, schöner Abschluss dazu perfekt ist. Der Feind von gut. Schon mal gehört? Weil wenn ich etwas immer perfekt machen will, kann das verhindern, dass etwas gut wird. Und perfekt ist fast nicht zu erreichen. Das liegt, das ist so ein Leitsatz von mir. Zum Beispiel, wenn ich, weil ich mal sehr zum Perfektionismus geneigt habe, früher und dann hat mir das mal ein sehr, sehr schlauer Mensch gesagt Hör mal, perfekt ist der Feind von gut. Und darüber habe ich dann viel nachgedacht und das ist sehr, sehr wahr. Aber wenn ich immer nur damit beschäftigt bin, Perfektion anzustreben, höre ich dann vielleicht einen Punkten auf, wo es gut ist und verkrampft dann und verhindert eigentlich, dass das Gute Bestand hat. Und das, finde ich, ist eigentlich auch, was das Thema Finden und Suchen angeht, ein ganz guter Leitgedanke. Weil Perfektion finden ist nahezu unmöglich. Nach meiner Meinung nach zumindest. Und anzunehmen und zufrieden zu sein.

Björn
Wenn etwas gut ist, dann ist auch schon viel gefunden und geholfen.

Jan
Das stimmt. Das stimmt ja. Also wir hoffen auf jeden Fall, dass in eurem Suchen und in euren Suchen ihr auch die Gelegenheit habt und nutzt, auch Dinge zu finden. Also das zu betrachten, was euch begegnet, zu schauen, was kann ich da Positives draus ziehen für mich? Was kann ich daraus machen? Und bin ich vielleicht doch eigentlich schon am Ziel? Habe alles um mich, was ich eigentlich brauche und alles andere ist vielleicht nur noch ein Tüpfelchen oder das Sahnehäubchen. Darüber könnt ihr auch mal nachdenken oder einfach mal um euch schauen, wenn ihr so im Alltag unterwegs seid. Und wir freuen uns wie immer über eure Rückmeldungen, über Hinweise, welche Themen euch weiter interessieren würden und freuen uns ansonsten auch auf die nächste Folge mit euch. Und bis dahin sagen wir Auf Wiederhören und.

Björn
Ich sage einfach Schau, ich schau. Bis bald.

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